Im Laufe eines Lebens bleibt wohl kaum jemand davon verschont: Schlafprobleme. Sei es, wenn wichtige Entscheidungen anstehen, der Job wieder einmal besonders anstrengend war, oder einfach keine Zeit bleibt um auch einmal zur Ruhe zu kommen. Wenn sich mit zunehmendem Alter die Probleme beim Ein- und Durschlafen häufen, greifen manche Menschen zu Schlafmitteln. Dabei geht es auch wesentlich einfacher – zum Beispiel mit unseren 10 Tipps für besseres Einschlafen.
Wenn wir schlafen, verändern sich Gehirnaktivitäten. Herzschlag, Atemfrequenz und Blutdruck sinken ab. Wir befinden uns in einem Zustand äußerster Ruhe, wobei bis heute noch nicht ganz klar ist, warum wir eigentlich schlafen müssen. Eine optimale Schlafdauer gibt es übrigens nicht. Während manche mit 4-5 Stunden ihr Auslangen finden, horchen manche bis zu 9 Stunden an der Matratze und haben selbst dann noch Probleme, morgens aus den Federn zu kommen.
“Gut schlafen” ist bekanntlich so individuell, wie die Menschen verschieden sind. Da gibt es jene, die ihre Augen schließen und sofort einschlafen können. Und dann gibt es Menschen, die den weltweiten Schafbestand abzählen und immer noch nicht einschlafen können, da sich die wohlverdiente Entspannung nicht und nicht einstellen will.
Schlafstörungen
Eine schlaflose Nacht ist grundsätzlich überhaupt kein Grund zur Sorge. Das passiert jedem von Zeit zu Zeit. Von einer echten Schlafstörung spricht man dann, wenn der Schlafmangel das tägliche Leben nachhaltig zu beeinträchtigen beginnt. Man fühlt sich – bedingt durch Schlafmangel über einen längeren Zeitraum – abgeschlagen, hat schlechte Laune und Probleme sich zu konzentrieren. Rund die Hälfte der Bevölkerung macht diese Erfahrung früher oder später im Leben. Probleme beim Ein- und Durchschlafen, sowie frühzeitiges Erwachen werden unter dem Begriff “Insomnie” zusammengefasst. Bei ernsthaften, länger andauernden Schlafproblemen ist unbedingt ein Arzt zu konsultieren!
10 Einschlaf-Tipps
Für all jene, die sporadisch unter Problemen beim Einschlafen leiden, haben wir 10 Tipps parat:
- Gehe nach Möglichkeit immer zur selben Zeit ins Bett und steh zur selben Zeit auf – die “innere Uhr” lernt diesen Vorgang und du wirst zu deiner Einschlafzeit ganz automatisch müde.
- Achte auf deine Ernährung! Nimm die letzte Mahlzeit spätestens 4 Stunden vor dem Zu-Bett-Gehen ein – das gibt deinem Körper genug Zeit zur Verdauung, wodurch du dann im Schlaf nicht beeinträchtigt wirst.
- Gehirn abschalten! Versuche, möglichst keine Probleme und Denkaufgaben die dich tagsüber quälen mit ins Bett zu nehmen. Was dabei hilft: Hör entspannende Musik, lies ein gutes Buch, oder probier es mit einer Yogapraxis.
- Temperiere dein Schlafzimmer so, dass es eher zu kühl als zu warm ist. 18 Grad Raumtemperatur sind optimal.
- Während du tagsüber unbedingt Sport treiben solltest, ist spätestens 2 Stunden vor der Nachtruhe Schluss mit Bewegung. Das wühlt den Körper nur zusätzlich auf und verhindert die Entspannung. Gegen Morgensport ist übrigens nichts einzuwenden.
- Gelassenheit! Versuche es möglichst locker zu nehmen, wenn du mal nicht einschlafen kannst. Selbst mit schlechtem Schlaf, kann es sein, dass du am Tag drauf fit und leistungsfähig bist.
- Lass den Mittagsschlaf aus – der reduziert nämlich das nächtliche Schlafbedürfnis.
- Achte nicht auf die Uhr! Wenn du nachts aufwachst und dich im Bett herumwälzt dann wirf nur ja keinen Blick auf die Uhrzeit. Damit setzt du dich nur selbst unter Druck.
- Nach 16 Uhr ist Schluss mit koffeinhaltigen Getränken – außer der Gute-Nacht-Espresso hat dir noch nie etwas ausgemacht.
- Bereits seit Generationen bekannt: Ein Glas Milch mit Honig wirkt sich positiv auf das Einschlafen aus und schmeckt auch noch gut.

4 Kommentare
Ilona Striebe says:
Mai 23, 2011
Hallo,
Dieser Artikel hat mich wirklich inspiriert. Da ich gelegentlich an Schlafstörungen leide, und mein Tag dementsprechend chaotisch ausfällt. Ich habe mir früher immer alle Probleme mit ins Bett genommen und darüber nachgedacht.
Mittlerweile schaffe ich alle Gedanken Tagsüber weg, Esse nach 18 Uhr nichts mehr, halte die Fenster immer auf nachts, damit genug Sauerstoff im Raum ist und trinke vor dem Schlafen gehen immer eine Warme Milch mit Honig. Ich habe gemerkt das ein gesundes Leben und auch der gesunde Schlaf sich komplett anders auf den Alltag umsetzten, als ständig darauf zu hoffen im Zwang einzuschlafen.
Vielen Dank für Ihren Super hilfreichen Artikel. Ich werde diese Methoden stets weiterempfehlen.
Mit freundlichen Grüßen Ilona
Jetlag - Tipps für die innere Uhr says:
Jun 13, 2011
[...] in einem 24 Stunden Rhythmus und die innere Uhr weiß ganz genau, wann Tag und wann Nacht ist. Im Schlaf sind Atem- und Herzfrequenz verlangsamt, die Muskeln entspannt und die mentale Leistungsfähigkeit [...]
Winterdepression says:
Jul 12, 2012
Gehinr abschalten ist nicht so einfach mit Winterdepression. Also ich habe immer Probleme beim Einschlafen, wenn mir zu viele Gedanken durch den Kopf gehen. Gerade im Winter, wenn die Winterdepression kommt, wird es schlimmer. Wenn die Gedanken dann mal wieder kreisen und kein Ende nehmen: Alles auf einen Zettel schreiben, was einem durch den Kopf geht, dann hat man die Gewissheit, nichts vergessen zu haben und es fällt leichter das “Gehirn abzuschalten”. Bei mir hilft das gut, wird auch in ähnlicher Form von Schlafforschern empfohlen.
Lapacho: Der Tee vom Baum des Lebens says:
Jan 14, 2013
[...] enthält kein Koffein, wie manchmal fälschlicherweise angenommen. Dafür aber neben Kalium, Kalzium und Eisen diverse [...]