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Atemberaubend: Die Kunst des achtsamen Atmens

Einatmen. Ausatmen. Einatmen. Ausatmen…. Rund 20000 Atemzüge macht ein Mensch pro Tag. Atmen ist viel mehr als Luft holen. Denn unsere Atmung ist lebensnotwendig. Es begleitet uns jederzeit ganz automatisch, gerät aber viel zu oft in Vergessenheit. Dabei kann richtige Atmung wesentlich zu unserer Gesundheit beitragen, den Blutdruck regulieren und Stress lindern. In vielen östlichen Weisheiten, wird daher der Atembeobachtung- und Regulation viel Aufmerksamkeit geschenkt.

Prana, Chi oder Ki. Egal wie man den Atem nennt, er ist die Quelle des Lebens. Gerade in der westlichen Welt ist die Atmung oft zu flach und zu schnell. Wer mit Zorn, Wut oder Angst zu tun hat, kämpft ebenfalls mit schwerem Atem. Wir seufzen aber auch vor Erleichterung oder schnappen vor Schreck nach Sauerstoff. Diese automatischen Reaktionen unseres Körpers helfen bestimmte Situationen besser zu meistern. Das können wir uns bewusst zunutze machen. Denn der Atem lässt sich bewusst steuern. Wir können unserem Körper helfen, mehr Sauerstoff zu bekommen und uns bewusst zu entspannen.

Unsere Atmung stärkt den parasympathischen Teil des vegetativen Nervensystems. Dadurch kommt es zu einer besseren Blutversorgung im Gehirn und im Herz. Die Verdauung wird angeregt und die Ausscheidungsfähigkeit verbessert. Zudem werden durch bewusste Atmung Ängste abgebaut und wir können wieder klarer denken. Alle sympathischen Funktionen, die in Stresssituationen überlebensnotwendig sein können, sind ruhig gestellt.

Zwei Atemtypen

Es gibt zwei verschiedene Atem-Konstitutionstypen: einatembetont (lunarer Typ) oder ausatembetont (solarer Typ). Vereinfacht ausgedrückt, liebt es der Einatmer seinen Brustkorb zu weiten. Das Ausatmen empfindet er als Loslassen.  Der solare Typ hingegen gewinnt seine Energie in der Ausatmung. Das Einatem wird für ihn als passiv empfunden und geschieht wie von selbst.  Das Erkennen seines Atemtyps ist hilfreich für das Stimmtraining, für das Üben von Yogapositionen oder der Anwendung von Atemübungen.

Atemtechniken: Achtsames Atmen will gelernt sein

Tai Chi, Qi Gong, Yoga und sogar westliche Therapieformen zur Gesundheitsförderung: alle legen sie Wert auf eine bewusste Atmung. Alle Schulen sind der Meinung, dass Einatmen die Möglichkeit gibt, sich Neuem zu öffnen. Das Ausatmen hingegen hilft loszulassen. Neben dem natürlichen Atem gibt zahlreiche Atemtechniken. Im Yoga ist die yogische Vollatmung bedeutend. Diese besteht aus Bauch,- Brust- und Lungenspitzenatmung. Bevor diese Atemtechnik erlernt wird, lernt man die Bauchatmung – vorzugsweise im Liegen. Beim Einatmen hebt sich der Bauch, beim Ausatmen senkt er sich. Dabei stellt man sich vor, beim Ausatmen immer tiefer zu entspannen. Wichtig ist, dass vollständige Ausatmen. Beim Einatmen füllt man seine Lunge nur zu etwa drei Viertel.

Tipp: Nehme dir täglich mindestens fünf Minuten Zeit, bewusst zu atmen. Schon nach kurzer Zeit, wirst du eine positive Veränderung im Körper und im Geist bemerken.

Ein Kommentar

Antworten
  1. Das ist wirklich sehr interessant. Ich kenne die angenehme Wirkung des bewussten Atmens, ohne dass ich jetzt Yoga betreiben würde. Als sehr angenehm empfinde ich es, dazu Mantras aufzusagen. Sie sin allein schon eine gute Atemübung, da, die Silben quasi von selbst dafür sorgen, dass man richtig atmet. Kann ich daher nur empfehlen !

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