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C – Chili der Scharfmacher (Gewürze ABC)

Chili bringt garantiert Würze in jedes Gericht. Als getrocknete Schoten, in Pulver oder Saucenform finden Chilis in den unterschiedlichsten Sorten Anwendung in der Küche. Nur wenige Gewürze haben eine derartige Zahl an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen wie dieser Scharfmacher.

Herkunft

Das feurige Gewürz aus Mittel- und Südamerika wurde im 16. Jahrhundert auf der ganzen Welt verbreitet. Damals sah die Chili noch eher wie eine Erbse aus. Die längliche Form wie wir sie heute kennen, wurde vom Menschen so gezüchtet um mehr Samen zu gewinnen. Übrigens ist die Chili auch der Vorfahre unserer Paprika, welche ebenfalls durch entsprechende Züchtung vom Menschen entschärft wurde.

Die bunte Welt der Chili Sorten

Rot, gelb, grün, violett bis braun. Es gibt mehr als 350 Chilisorten mit den unterschiedlichsten Farben, Formen und Schärfegraden. Die Schärfe steckt allerdings in den Kernen im Inneren der Chili. Verantwortlich ist das darin enthaltene Alkaloid „Capsaicin“. Die schärfste Chilisorte der Welt ist die Bhut-Jolokia Chili, mit einem Schärfegrad von über einer Million Scoville (Einheit zur Messung der Schärfe)

Was die wenigsten wissen: Zum Löschen des scharfen Brennens auf der Zunge hilft weder Wasser noch Brot. Da Capsaicin fettlöslich ist kann das Feuer nur mit Fett (z.B. mit Milch) gelöscht werden.

Wirkung – Chilis helfen gegen den Winterspeck.

Chilis liefern viel Vitamin C und E, Carotinoide und Flavonoide. Auch die Vitamine B6, B1, B2 und B12 sind enthalten. Beachtlich ist der hohe Gehalt an Vitamin P, der die Blutgefäße stabilisiert.

Die Schote enthält zudem Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor und Zink. Bekanntlich wirkt Chili auch kreislaufentlastend und regt die Verdauung an. Der Fatburning Effekt liegt aber vor allem an der Schärfe da man z.B. langsamer kaut und generell weniger zu sich nimmt. Der Schärfestoff der Schoten (Capsaicin) regt zudem die Bildung von Speichel und Verdauungssäften an, beugt Thrombosen vor und wirkt schmerzstillend. Zudem wird der Chili eine krebsvorbeugende Wirkung zugesagt.

Vitaminmg/100gTagesbedarf / Tag in mg
Betacarotin0,152-6
Vitamin C180100
Vitamin E0,812-15
Vitamin B10,081-1,3
Vitamin B20,051,2-1,5
Vitamin B60,21,2-1,5
Vitamin P (Rutin)0,2k.A.

 

Mineralstoffemg/100gTagesbedarf / Tag in mg
Kalium2901000-2000
Calcium151000
Magnesium20350-400
Natrium21000-2000
Eisen0,710
Zink0,287-10

Chilis am eigenen Fenster groß ziehen

Wer Chili selbst anbauen möchte, kann dies jetzt ohne weiteres zu Hause an einem sonnigen Fensterbrett und bei rund 22 Grad Raumtemperatur versuchen. Zwischen Mitte Februar bis Mitte März können die Samen gesät werden. Erntezeit der Nachtschattengewächse ist je nach Sorte im Frühling oder Sommer.

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Anis – der Magenschmeichler
Basilikum – ein royales Küchenkraut


Ein Kommentar

Antworten
  1. Wow, sehr interessant.

    Wusste gar nicht, dass in Chili so viel steckt. Ich bin nicht gerade ein gern Scharf-Esser, aber in einer Avokadosuppe darf auch mal eine Chilischote nicht fehlen ;-).

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