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F – Fenchel (Foeniculum vulgare) – der Geschmacksverstärker [Gewürze ABC]

Nach dem Estragon ist heute der nächste Buchstabe im Gewürze ABC an der Reihe – das F. Und welches Gewürz würde da besser passen als der Fenchel? Früher als Köppernickel bezeichnet hat er eine gewisse Schärfe und erinnert im Geschmack – ähnlich wie der Estragon – an Anis. Jedermanns Sache ist dieser Geschmack nicht. Doch nicht nur als Gewürz ist der Fenchel einsetzbar. Schon in der altchinesischen Heilkunde wurden die gesundheitsfördernden Eigenschaften der Pflanze geschätzt. Und die Knollen werden zum Verzehr in Salaten und als Beilage zu Fisch serviert.

Fenchel ist eine krautige Pflanze, die im Wuchs bis zu zwei Meter hoch wird und einen würzigen Geruch hat. Er gehört gemeinsam mit Karotten, Dill und Anis zur Familie der Doldenblüter. Die zwei erhältlichen Variationen sind Gartenfenchel und Gemüsefenchel. Während der Gartenfenchel die Samen für das Gewürz liefert, bildet der Gemüsefenchel (auch als Knollenfenchel bezeichnet) oberhalb der Wurzel eine Knolle, die zum Verzehr geeignet ist. In Mitteleuropa wächst Fenchel gelegentlich auch wild und wird bevorzugt an warmen Standorten mit nährstoffreichen Lehmböden angebaut.

Einsatz

Der Geschmack von Fenchelsamen polarisiert. Als intensiv, scharf und leicht süßlich wird er von Kennern beschrieben. Das Aroma erinnert an Anis und Lakritze – und hat damit wohl genau so viele Liebhaber wie Verächter.

Inhaltsstoffe

Maßgeblich für den Geschmack sind die Inhaltsstoffe des Fenchels und zwar hauptsächlich die ätherischen Öle Menthol, Anethol und Fenchon. Anethol kommt auch in Anis vor, wodurch sich der ähnliche Geschmack bildet. Neben den ätherischen Ölen ist Fenchel auch reich an Vitamin C, Beta-Carotin und Vitamin K. Außerdem enthalten: Natrium, Magnesium, Eisen, Folsäure, Phosphor Kalium und Kalzium. Der Vitamin C Gehalt von Fenchel ist übrigens doppelt so hoch wie bei Zitrusfrüchten.

Wirkung

Durch seine reichen Inhaltsstoffe wird Fenchel vielfältig eingesetzt. Besonders gut hilft er in Tees gegen Husten und Blähungen. Wer täglich 100 Gramm Fenchel zu sich nimmt, deckt seinen Bedarf an Vitamin K, das zur Knochenstärkung beiträgt. Sowohl Samen als auch Knolle wirken entkrampfend und lindern krampfartige Bauchbeschwerden und Völlgefühl.

Bei stillenden Müttern – und hier zeigt sich einmal mehr die Verwandschaft zum Anis – regt er die Milchproduktion an. Apropos: Während der Schwangerschaft eignet sich Fenchel sehr gut, um den Folsäurebedarf zu decken.

Tipp

Wird der Fenchel als Gemüse verwendet, sollte er wirklich frisch gekauft werden. Je saftiger die Blätter der Knolle im Laden sind, umso frischer ist der Fenchel. Im Kühlschrank hält sich Fenchel dann etwa eine Woche – in ein feuchtes Tuch eingewickelt noch länger.

Bildnachweis: bigstockphoto.de

2 Kommentare

Antworten
  1. Hallo,
    ich hatte vor einem Jahr mal eine Schweinefleisch-
    Vergiftung in einem südlich gelegenem Land. Seitdem habe ich ab und zu wieder mal leichte Bauchschmerzen. Der Fenchel hilft mir gegen wirklich alles. Bauchschmerzen, Magendarm etc. Er Beruhigt die Schleimhäute und wirkt sehr mildernd. Fenchel ist ebenso in selbstgeprässten Säften sehr lecker Tipp: Orangen, Fenchel und Karotten. Sehr leckere und Gute Kombination für einen guten Start in den Tag.

  2. Sehr interessanter Beitrag. Nachdem ich bisher nur gehört habe, dass Fenchel gut zur Verdauung ist, was bei mir sehr hilft, da ich gelegentlich Verdauungsprobleme habe, weiss ich nun auch, was Fenchel genau bewirkt und welche Stoffe in ihm stecken. Meine Frage: Ist zu viel Fencheleinnahme denn gefährlich?

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