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Zu dick, zu dünn oder genau richtig? Der Body-Mass Index

Der morgendliche Blick in den Spiegel nach einem Wochenende voll kulinarischer Genüsse stimmt kritisch – hat sich da schon wieder ein Kilo dazugeschwindelt? Wie weit man tatsächlich noch vom Übergewicht entfernt ist, weiß der Body-Mass-Index, kurz BMI. 1832 von Adolphe Quetelet entwickelt, gibt der Index darüber Auskunft, wie es mit dem Körpergewicht in Relation zur Körpergröße steht. Dabei nicht berücksichtigt werden Statur, Geschlecht oder die individuelle Konstitution. Deshalb ist der BMI maximal ein grober Richtwert und sollte daher nicht überbewertet werden.

Berechnung des BMI

Die BMI Formel wird berechnet, indem die Körpermasse (in Kilogramm) durch die Körpergröße (in Meter) zum Quadrat dividiert wird. Bei einer 175cm großen Person mit 70 Kilogramm ist die Rechnung daher folgende: BMI = 70/1,75². Das Ergebnis ist ein BMI von 22,86, was laut WHO Definition im Rahmen des Normalgewichts liegt.

Die Gewichtsdefinition laut WHO sieht aus wie folgt:

  • starkes Untergewicht: < 16,0
  • mäßiges Untergewicht: 16,0-17,0
  • leichtes Untergewicht 17,0-18,5
  • Normalgewicht: 18,5-25,0
  • Präadipositas: 25,0-30,0
  • Adipositas Grad 1: 30,0-35,0
  • Adipositas Grad 2: 35,0-40,0
  • Adipositas Grad 3: > 40,0

Aussagekraft

Man darf die Aussagekraft des BMI auf keinen Fall überbewerten. Sportler mit viel Muskelmasse haben mitunter einen ungünstigen BMI, sind aber trotzdem fit wie ein Turnschuh. Ausdauersportler hingegen gelten innerhalb der  Standard-BMI-Definition schnell als untergewichtig. Für eine medizinische Diagnose, ob Über- oder Untergewicht vorliegt, sind diese Rahmenbedingungen deshalb jedenfalls zu berücksichtigen.

BMI-Verteilung in Österreich

In der internationalen Rangliste der Fettleibigkeit belegt Österreich aktuell den sechsten Rang. In Zahlen ausgedrückt, sind laut österreichischem Ernährungsbericht rund 800.000 Österreicher fettleibig, 80.000 davon krankhaft. „Lediglich“ übergewichtig (BMI über 25,0) sind laut Bericht mit 41 Prozent fast die Hälfte der Österreicher, wobei im Westen deutlich mehr Menschen betroffen sind, als im Osten. Besonders problematisch ist das Übergewicht bei Kindern, wo schon 25 Prozent als übergewichtig einzustufen sind. Generell ist Übergewicht laut den Zahlen ein deutlich häufigeres Problem, als Untergewicht – 2,6% der Österreicher gelten aktuell als untergewichtig.

Um das eigene Körpergewicht in den Griff zu bekommen, gelten die althergebrachten Standard-Tipps: Mehr Bewegung und eine ausgewogene, gesunde Ernährung.

Bildnachweis: sxc.hu

2 Kommentare

Antworten
  1. Hallo,
    ja, beim BMI bin ich auch immer etwas zwiegespalten: Zum einen ist es hilfreich, eine „Richtschnur“ zu haben, an der man sich entlanghangeln kann, andererseits muss man aufpassen, dass sie nicht zum alles bestimmenden Regelwerk wird. Bei gesunder Ernährung, regelmäßiger Bewegung und einem gesunden Selbstbewusstsein muss nicht ständig jedes Kilogramm auf die Goldwaage gelegt werden 🙂

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