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Harte oder weiche Linsen? Klare Sicht auch ohne Brille!

Jeder zweite Österreicher sieht nicht 100% scharf – Tendenz steigend. Dass Computer und Smartphones daran nicht ganz unschuldig sind, ist bekannt. Wer fehlsichtig ist, hat die Wahl zwischen Brille, Augenlaser-OP oder Kontaktlinsen. Auch wenn der Großteil nicht mehr zum Kassengestell um 17 Euro greift – Brillen passen nicht in jedes Gesicht und eine Operation wird nicht nur wegen hoher Kosten gescheut. Wenn Kontaktlinsen das Mittel der Wahl sind stellt sich – einen Besuch beim Augenarzt oder Optiker vorausgesetzt – die eine wirklich wichtige Frage: „Soll ich zu harten oder weichen Linsen greifen?“

Entwicklung der Kontaktlinsen

Wer Kontaktlinsen (oder Haftschalen) für eine Erfindung des 20. Jahrhunderts hält, der irrt. Schon Leonardo da Vinci kam auf die Idee, das Auge in ein mit Wasser gefülltes Gefäß einzutauchen. Bis Linsen allerdings tatsächlich zu einer Brillenalternative wurden, dauerte es bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Die harte Linse war übrigens zuerst da – weiche Linsen gibt es seit 1975.

Funktionsweise der Haftschalen

Kontaktlinsen „schwimmen“ auf dem Auge beziehungsweise auf der Hornhaut. Ermöglicht wird das durch den Tränenfilm, der das Auge eigentlich mit Nährstoffen versorgt. Daher liegt es nahe, dass nicht jedes Auge vom Fremdkörper Linse begeistert ist. Schließlich spielt die Sauerstoffversorgung für die Augen eine große Rolle – und diese ist bei Linsen eingeschränkt. Die Sauerstoffdurchlässigkeit wird in ‚Dk‘ gemessen und ist bei harten und weichen Linsen, sowie von Hersteller zu Hersteller, unterschiedlich. Zudem müssen Linsen individuell angepasst werden. Eine intensive Beratung ist im Zuge einer Entscheidung für Linsen alleine schon deswegen unabdingbar.

Weiche vs. Harte Linsen – Vorteile und Nachteile

  • Harte oder formstabile Kontaktlinsen bestehen aus speziellem Kunststoff, der gerade zu Beginn ein Fremdkörpergefühl im Auge auslöst. Die Tragedauer kann daher zu Beginn nur schrittweise erhöht werden – ein Prozess der 3-6 Wochen dauert. Bei weichen Linsen hingegen ist die Gewöhnungsphase für das Auge wesentlich kürzer. Weiche Linsen schmiegen sich an das Auge an – für Träger sicherlich der größte Vorteil
  • Sportliche Menschen sollten eher auf weiche Linsen zurückgreifen, da harte Linsen leichter aus dem Auge fallen. Dies ist durch den kleineren Durchmesser und die höhere Formstabilität bedingt.
  • Augenärzte bewerten harte Linsen als die gesündere Variante, da eine bessere Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff gegeben ist. Träger von weichen Linsen sollten tageweise auch mal eine Brille aufsetzen, um der Hornhaut etwas Luft zu verschaffen.
  • Harte Linsen werden passgenau gefertigt und haben eine wesentlich längere Tragedauer (bis zu 18 Monate und mehr). Die anfänglich hohe Investition rechnet sich daher. Träger von harten Linsen kommen langfristig günstiger weg.
  • Der längere Gebrauch harter Linsen erfordert eine umso konsequentere Reinigung. Die Gefahr von Irritationen bis hin zu Pilzinfektionen ist größer als bei weichen Linsen, die ja regelmäßig gewechselt werden.

Augenarzt oder qualifizierte Optiker sind für eine Erstberatung unerlässlich. Erprobte Linsenträger können ihren Nachschub auch im Web bestellen – unter den verschiedenen Marken sind Focus Dailies für unter 20€ besonders günstig.

Bildnachweis: bigstockphoto.de

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