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Fastenzeit: Tipps für den jährlichen Verzicht

Vorbei ist es mit dem närrischen Treiben. Der Aschermittwoch leitet die jährliche Fastenzeit ein: 40 Tage freiwillig auf geliebte kulinarische Sünden verzichten oder den Körper entgiften und fit in den Frühling starten – es gibt viele Motivationen für eine Fastenkur. Während der Entschluss zu fasten schnell gefasst ist, gestaltet sich das Durchhalten schon viel schwieriger. Tipps um die Fastenzeit zu meistern.

Frühjahrsputz für den Körper

fastenBereits im vierten Jahrhundert fastete man, um sich auf das Osterfest vorzubereiten. Damals verzichtete man 40 Tage auf feste Nahrung. Heute wird das nicht mehr ganz so streng genommen: Keine Zigaretten, kein Alkohol und keine Süßigkeiten sind die häufigsten Sünden denen abgeschworen wird. Jeder dritte Österreicher will sich laut einer Umfrage im Verzicht üben. Kein Wunder, denn fasten ist gesund. Sagen zumindest die Experten. Vielversprechende Vorzüge wie

  • die Reinigung des gesamten Körpers,
  • strahlende, straffere Haut und
  • euphorische Glücksgefühle

werden der Fastenkur nachgesagt. Kein Wunder dass in fast allen Kulturen gefastet wird. Doch was passiert dabei im Körper genau? Der Verzicht auf Nahrung krempelt viel in unserem Körper um: Nach einem Tag sind Zuckerreserven in Leber und Muskeln verbraucht. Der Körper muss selbst Glukose produzieren um seinen Bedarf decken zu können. Dafür bedient er sich zunächst an der Muskulatur. Das Hüftgold bleibt noch unberührt. Erst nach zwei bis drei Tagen geht es an die Fettpölsterchen. Nach einer Woche übersteigt schließlich die Fettverbrennung dem Proteinabbau.

Aller Anfang ist schwer – so geht fasten

Bevor es ans Eingemachte geht, sollte man sich einen Fastenplan zurechtlegen. Wer ernsthaft fasten möchte muss sich Ruhe gönnen und die Fastenphase entsprechend vorbereiten. Schokopudding und Pralinen kommen hinter verschlossene Türen und werden je nach Fastenkur mit ungesüßten Säften, Suppen und – mmhhh wie lecker – Glaubersalz ersetzt.

Bevor es los geht, sollte man sich auf die Fastenkur mit zwei Aufbautagen einstellen. Reis, Gemüse und Obst sind angesagt und entlasten Magen und Darm. Je nach Fastenversion werden danach zwischen 300 bis 500 Kalorien in Form von Suppen, Obst- und Gemüsesäften eingenommen.

Der erste Fastentag ist oft der schwierigste. Es gilt durchzuhalten und sich am besten den Tag frei nehmen und zum Beispiel einem spannenden Buch zu widmen. Erste Zweifel werden aufkommen. Warum tue ich mir das freiwillig an? Jetzt heißt es durchhalten. Aber das ist noch nicht alles. In den nächsten Tagen warten viele Versuchungen, die einen starken Willen erfordern.

Tipps um die Fastenzeit leichter zu überstehen:

  • Genuss mit allen Sinnen: Zelebriere jede Mahlzeit, auch wenn es nur Suppe ist. Zünde eine Kerze an oder trinke Wasser aus dem Weinglas.
  • Belohne dich: Ein Massagetermin, ein neues Buch, eine wohl riechende Creme, ein entspannendes Schaumbad. Es gibt viele Möglichkeiten sich selbst etwas Gutes zu tun.
  • Geteiltes Leid ist halbes Leid: Faste gemeinsam mit einem guten Freund oder einer Freundin. Ein Fastentagebuch kann ebenfalls helfen Gedanken und Gefühle nieder zu schreiben.
  • Motiviere dich selbst: Post its mit netten Sprüchen in der Wohnung helfen, bei einem Fastentief nicht den Kühlschrank zu plündern.
  • Sanfte Bewegung: Lange Spaziergänge durch die Natur, Yoga oder Qi Gong sind die beste Ablenkung gegen weltliche Genüsse. Und beim Fasten geht es schließlich auch darum sein inneres Gleichgewicht zu finden.

Welche Tipps kennst du noch um die nächsten 40 Tage zu meistern? Wir freuen uns über kreative Anregungen.

Bildquellenangabe: Bildnachweis: bigstockphoto.de, Daniel Rennen  / pixelio.de

2 Kommentare

Antworten
  1. Ich hab das ein mal zusammen mit meiner Frau probiert. Ihr ist es sehr gut bekommen, ich selbst habe aber nur mit sehr starken Kopfschmerzen zu schaffen gehabt, und gefroren wie ein Schneiderlein. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich praktisch nur ein Strich in der Landschaft bin, vielleicht hatte der Körper einfach nichts worauf er sich stützen konnte.
    Trotzdem gilt mein höchster Respekt, denjenigen die so eine Fastenkur richtig durchhalten oder sogar dabei arbeiten gehen!

  2. Hallo,
    danke für den guten Artikel und die Tipps! Einige davon habe ich selbst umgesetzt. Vor allem das Setzen von Belohnungen ist in diesem Zusammenhang wichtig, so setzt man isch weitere Motivationen, die beim Fasten meiner Einung nach sehr wichtig sind. Habe mir aber auch immer einen „Ausnahmetag“ in der Woche gegönnt, so war es mir leichter Versuchungen zu widerstehen oder gar Heißhunger zu entwickeln. Das Celebrieren der Mahlzeiten werde ich nächstes Mal auch miteinbeziehen. Respekt für diejenigen, die eine Fastenkur ganz konsequent durchhalten!

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