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Krillöl: Wunderwaffe aus dem Eis?

Mit Hypes ist es ja immer so eine Sache. Speziell, wenn es um das Thema Ernährung geht. Quasi jeder hat schon einmal – dank unzähliger Werbefenster –  von den unglaublich wichtigen Omega 3 Fettsäuren gehört. Schade nur, dass kaum einer weiß, was das wirklich ist. Bekannter ist da schon, dass man seinen Bedarf mit maritimen Tierchen ganz gut decken kann. Besonders gut soll das mit Krillöl gelingen. Aber was ist dran an der Wunderwaffe aus dem Eis? Und was sind noch einmal Omega 3 Fettsäuren?

Nicht nur für Wale: Krill(öl)

Der norwegische Begriff Krill bedeutet übersetzt Walnahrung. Und die besteht mehrheitlich aus kleinen Krebstierchen, die ähnlich wie Garnelen aussehen. Auch als Euphausiden bezeichnet, bildet die Unterart des antarktischen Krills riesige Schwärme. Einmal gefangen heißt es schnell sein, weil sich Krill sonst innerhalb von 10 Minuten selbst verdaut. Reinigen, ausnehmen, schockfrosten – erst dann sind die Tiere für die weitere Verwertung (als Nahrung für andere Fische, für die Kosmetikindustrie und für Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel) geeignet.

Warum der ganze Aufwand? Weil das daraus gewonnene Krillöl Unmengen an Omega 3 Fettsäuren enthält. Außerdem ist Astaxanthin enthalten, das auch für die rosa Färbung von Lachs verantwortlich ist und zu den Carotinoiden zählt. Seine Wirkung ist der von Vitaminen ähnlich und kann zum Beispiel die Wirkung von Sonnenschutzmitteln verstärken.

Omega 3 Fettsäuren?

Wir sprechen hier von einem für den Menschen lebensnotwendigen Stoff, der vom Körper nicht selbst hergestellt werden kann. Blutdruck und -gerinnung, Cholesterinwerte oder die Entwicklung des zentralen Nervensystems werden allesamt positiv von Omega 3 Fettsäuren beeinflusst. Die europäische Food Safety Authority gibt die empfohlene Tagesdosis mit 200mg an. Um diesen Bedarf zu decken ist der Verzehr von fettreichem Fisch (Lachs, Hering), Leinsamen oder eben Krillöl hilfreich.

Bedeutung von Krillöl

Omega 3 Fettsäuren, die in Krillöl enthalten sind, können vom Körper besonders gut verwertet werden. Da die Krebstierchen ganz am Beginn der Nahrungskette stehen, entfällt die Belastung mit Schwermetallen oder Pestiziden, wie das bei Fischen der Fall sein kann. Krillöl wird gerne in Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Da werden speziell positive Wirkungen wie die Senkung von Cholesterinwerten oder die Linderung von Entzündungen, Menstruationsbeschwerden und Allergien betont. Allerdings monieren Kritiker, dass die Wirkung von Krillöl noch nicht ausreichend wissenschaftlich belegt sei.

Bildnachweis: upload.wikimedia.org

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