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Vitamin-Mythen: Wie ernähre ich mich wirklich gesund?

Brüchige Nägel. Müdigkeit und andere Wehwechen: Ohne Vitamine geht gar nichts. Egal ob Vitamin A, B, oder C – als vitaler Treibstoff sind sie unverzichtbar.  Gerade deswegen, ist die Anzahl der Mythen die sich um die 13 Powerstoffe rankt höher, als die tatsächlich bekannten Fakten. Hier eine Auswahl der 5 häufigsten Vitamin-Mythen und Tipps, um den Tagesbedarf an Vitaminen optimal zu decken.

Allgemeingültige Angaben zum idealen Vitaminbedarf? Fehlanzeige.

Ständig neue Vitaminstudien darüber, was ein gesunder Erwachsener täglich braucht, sorgen für Verwirrung. Tatsache ist, jeder Mensch – egal, ob Schwangere, (Nicht-)Raucher oder Leistungssportler – hat einen individuellen Vitaminbedarf. Dazu kommt der Trend, hin zu Vitaminpräparaten, Nahrungsergänzungsmitteln und anderen Heilmitteln und Wunderwässerchen. Aber: Wer sich wohl fühlt in seiner Haut und sich ausgewogen ernährt, kann darauf getrost verzichten.

Die 5 häufigsten Vitamin-Mythen

  1. Frische Lebensmittel sind automatisch besser: Vitaminspender aus der Obst- und Gemüseabteilung haben nicht selten eine halbe Weltreise hinter sich. Dabei gehen viele Nährstoffe verloren. Nach der Ernte Tiefgefrorenes, hat deshalb oft mehr Vitamine – solange es schonend zubereitet wird.
  2. Rohkost ist die gesündere Alternative: Nicht ganz. Denn der Körper muss die aufgenommene Rohkost zuerst verdauen, bevor er an die Vitamine herankommt. Frisch gepresster Saft oder eine schonend zubereitete Suppe hingegen, sind leichter verwertbar.
  3. Obst und Gemüse sind Vitaminbomben: Leider nur die halbe Wahrheit. So besteht etwa eine Gurke zu mehr als 90 % aus Wasser und ist eher für eine Gesichtsmaske, denn als Vitaminspender geeignet.
  4. Für die Vitaminaufnahme, braucht es Fett. Nicht falsch, aber auch nicht ganz richtig. Viele Vitamine (z.B. das wasserlösliche Vitamin B5 – Pantothensäure) sind auch ohne Fettaufnahme löslich. Vitamin A oder Vitamin D hingegen, können vom Körper nur mit etwas Fett aufgenommen werden.
  5. Heiße Zitronen stärken das Immunsystem: Zitronen enthalten viel Vitamin C, den König unter den Vitaminen.  An sich eine gute Basis, wäre da nicht die Hitze.  Die zerstört das Vitamin nämlich. Vitamin C hilft übrigens gegen Antriebslosigkeit und Müdigkeit.

Tipps für den richtigen Vitamingenuss

  • Saisonalität: Aus Omas Garten schmeckt’s am Besten – und  ist auch noch gesund. Obst und Gemüse aus der Region und zur richtigen Jahreszeit sorgen für die optimale Vitaminversorgung. Mangelerscheinungen ausgeschlossen.
  • Frisch einkaufen: Frische kombiniert mit der vorherigen Empfehlung liefert bis zu 30 % mehr Vitamine. Gerade im Winter ist auch Tiefgefrorenes erlaubt.
  • Richtige Lagerung: Im Normalfall sollten Obst und Gemüse so kühl wie möglich gelagert und keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden. Ausnahmen sind Bananen, Gurken und viele Südfrüchte, die als Kälteempfindlich gelten. Ebenfalls wichtig: Obst und Gemüse getrennt aufbewahren.
  • Schonende Zubereitung: Vitaminträger immer zuerst waschen und dann schneiden, denn ansonsten spült das Wasser all die wertvollen Inhaltsstoffe aus (viele Vitamine sind wasserlöslich).  Auf das Wegschneiden der Schale sollte bei vielen Obst- und Gemüsesorten ohnehin verzichtet werden. Unter der Schale sitzen häufig die meisten Vitamine. Die vitaminschonendste Kochvariante ist übrigens das Dämpfen.
  • Die würzige Note: Um Gerichten das gewisse Etwas zu verleihen sollte auf frische Kräuter, wie z.B. Basilikum, nicht vergessen werden. Ganz wichtig: frische Kräuter erst zum Schluss in den Kochtopf geben. Das erhält das Aroma.


Bild: Jürgen Acker / pixelio.de

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