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Winterdepression: Wenn das Stimmungsbarometer fällt

Die Tage im Herbst werden kürzer. Parallel zu den Temperaturen fällt das Stimmungsbarometer vieler Menschen in den Keller. Die Nebelwolken scheinen in dieser Zeit nicht nur zwischen den Häusern, sondern auch über den Köpfen vieler Menschen zu hängen.

Die Winterdepression lässt grüßen!

Bis zu 25% der Menschen sollen im Winter ein trüberes Gemüt in Form einer Winterdepression verspüren. Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer.

Grund für diese saisonal bedingte Verstimmung, ist der Mangel an natürlichem Tageslicht. Man beginnt den Morgen im Stockdunkeln, verbringt den Tag bei künstlichem Licht im Büro und geht bei Dämmerlicht oder Dunkelheit nach Hause. Auch die verminderte Lichtintensität und die abfallende Temperaturen tragen zu der depressiven Verstimmung bei.

Betroffene klagen über Energielosigkeit und grundlose Trauer. Am liebsten würde der Tag im Bett verbracht und die Trauer mit übermäßig viel Süßigkeiten kompensiert werden. Diese Symptome sind besonders typisch für eine Winterdepression. Der Körper schreit nach Zucker und anderen Inhaltsstoffen, die helfen, den Gehirnzellen das fehlende Glückshormon Serotonin zur Verfügung zu stellen. Abhilfe schafft das auf Dauer keine. Spätestens beim Blick auf die Waage sinkt die Laune ins Bodenlose. Wenn diese Symptome zwei Wochen andauern, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Denn es gibt Hoffnung, auch in der dunklen Zeit die Sonne scheinen zu lassen.

Tipps gegen die Winterdepression

  • Antidepressiva: Deren Einnahme ist bei einem vorübergehenden winterlichen Tief nicht unbedingt die Therapie erster Wahl. Zuvor sollten alternative Methoden ausprobiert werden.
  • Lichttherapie: Patienten werden dabei hellem Kunstlicht ausgesetzt, was die Produktion des Schlafhormons Melatonin hemmt. Dadurch kommt es zu einem positiven Stimmungsumschwung. Auch ein paar Minuten Sonne pro Tag können für eine signifikante Verbesserung der Laune schon ausreichen.
  • Pflanzliche Heilmittel: Pflanzenextrakte, wie jene von Johanniskraut und Lavendel, schaffen Abhilfe, da sie stimmungsaufhellend wirken. Der Vorteil: Es sind im Gegensatz zu synthetisch hergestellten Medikamenten keine unliebsamen Nebenwirkungen zu erwarten.
  • Bewegung und Sport: Studien bestätigen, dass vor allem Ausdauersportarten, wie Joggen oder Nordic Walking, die Ausschüttung von Glückshormonen fördern.

Lässt sich auch mit diesen Tipps kein sonniges Gemüt erzeugen, gibt es trotzdem einen Lichtblick: Jeder Winter geht vorbei – auch dieser. Und vielleicht wird er sogar von einer leichten Hochstimmung im Frühling abgelöst.

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