Share, , Google Plus, Pinterest,

Veröffentlicht in:

Dem Stress auf der Spur

Stress – die Seuche des 21. Jahrhunderts. Ständig präsent bringt er Menschen aus dem Gleichgewicht. Seine Waffe: Eine ganze Bandbreite von Stressauslösern, die er je nach Opfer gezielt zum Einsatz bringt. Einen wirksamen Impfstoff gegen Stress gibt es noch nicht. Daher macht es Sinn, seine persönlichen Belastungssituationen zu entlarven und dem Stress gezielt den Kampf anzusagen.

Was sind Stressauslöser?

Da die Bewertung einer Stresssituation von den persönlichen Erfahrungen und der Verfügbarkeit der Bewältigungsstrategien  abhängig ist, können ganz unterschiedliche Belastungen als stressig erlebt werden. Wirksame Stressbewältigung erfordert daher eine Analyse des eigenen Verhaltens, auf der dann gezielt neue Handlungsmuster aufgebaut werden können. Hilfreich ist es dabei, sich folgende Fragen für zu beantworten und zu notieren:

  • Was sind für mich unangenehme, bedrohliche oder überfordernde Situationen? (z.B. Termindruck, Dienstreisen, Hausarbeit, …)
  • Wie häufig treten solche Situationen auf?
  • Bewerte auf einer Skala von 1-5: Wie unangenehm ist diese Situation für für dich? (1 = kaum störend, 5 = stak störend)
  • Wie reagiere ich auf die Belastungssituation?
  • Was tue ich, um diese Belastungssituation zu bewältigen?

Diese Fragen sollen in erster Linie zum Nachdenken anregen. Alle denkbaren Situationen sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Für einen Manager mag die Dienstreise von Mailand nach Paris belastend sein. Für seine Sekretärin die vielen Notlügen, mit denen sie in der Zwischenzeit Kunden vertrösten muss.

Stress kann auch positiv sein

Stress darf aber nicht nur negativ gesehen werden. Stress ist lebensnotwendig für das Wohl des Menschen. Er fördert unsere Weiterentwicklung und spornt zu Leistungen an.  Schauspieler z.B. spielen oft am besten, wenn sie Lampenfieber haben. Aber langfristig und in starker Dossierung (abhängig von Häufigkeit, Vielfalt, Dauer und Intensität)  kann Stress krank machen.

Wege zur Stressbewältigung gibt es viele. Jeder braucht andere Techniken um aufzutanken. Während bei dem einen Sport ausreicht, um wieder in Balance zu kommen, ist bei dem anderen ein Genusstraining notwendig, in dem Muster kognitiv umstrukturiert werden und der Kopf auf neue Gedanken gebracht wird.

Zum Abschluss eine kurzer Artikel aus der Sunday Times vom 25.05.2001. Er zeigt, wie sich Gedanken auf körperliche und emotionale Reaktionen auswirken. Ob wahr oder unwahr, kann jeder für sich selbst entscheiden.

Tod im Kühlcontainer

Ein kalifornischer Eisenbahnarbeiter wurde beauftragt, Fracht in einem Kühlcontainer zu kontrollieren.  Während er das tat, schlossen sich durch einen dummen Zufall die Türen. Der Mann war gefangen. Am Schichtende wurde er gesucht und gefunden. Er lag tot im Container. Die folgenden Worte standen an den Innenwänden des Containers: „Niemand hat meine Hilferufe gehört. Meine Hände und Füße werden immer kälter. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalte.“ Was der Mann allerdings nicht wusste: Der Container stand wegen eines defekten Kühlaggregats ausrangiert auf einem Nebengleis. Draußen herrschten freundliche kalifornische Temperaturen. Im Container war es zwar kühler, aber keineswegs frostig. Es fehlte auch nicht an Sauerstoff.

Bildnachweis: bigstockphoto.de

2 Kommentare

Antworten
  1. wiedermal ein guter artikel! ich leide auch serh oft unter stress. eigentlich kann ich damit gut umgehen, bin eigentlich sogar sehr motivert, wenn viele termine und anders organisiert werden müssen – das wird ja dann zum positiven stress gezählt, der nciht krank macht, sondern, ganz im gegenteil, gut tut. ich hatte aber auch mal eine phase, in der die belastungen überhand nahmen und ich erste körperlich symptome verspürte. es fing an mit wiederkehrenden migräneanfällen, die ich bis dato nie hatte und entwickelte sich über schlafstörungen hin zu echten panikattacken. einfach so, mitte im supermarkt, auf der straße. eine zeitlang konnte es jeden tag zur jeden uhrzeit geschehen. mein arzt verschrieb mir ein leichtes antidepressivum, aber das brachte auf dauer auch nichts, weil esschließlich nicht die ursache bekämpfte. ich habe mich dann letztendlich zu einer gesprächstherapie entschlossen, in der ich die ursachen erkenn und reflektieren musste. so lernte ich stück für stück, gewisse ursachen aus meinem leben zu verbannen und es ging nach und nach bergauf. ich kann diese vorgehensweise nur jedem anderen betroffenen empfehlen.

  2. Außerdem kann es sehr hilfreich sein, sich klarzumachen, daß die größten Stressoren „Vergangenheit und Zukunft“ heißen. An der Vergangenheit kann ich nichts mehr ändern und die Zukunft ist nicht das JETZT! Viele Dinge regeln sich mit der sich hierüber einstellenden Entspanntheit.
    In so fern scheinen alle Techniken die den Verstand ins „Hier und Jetzt“ bringen (siehe John Kabat-Zinn und Eckhart Tolle) zumindest für die meisten Menschen der „Goldene Weg“zu sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.