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Bio-Kleidung? Yogi Wear ganz fair

Vor wenigen Tagen ist ein Paket des nachhaltigen Yoga- und Pilateslabels Wellicious in mein Postfach geflattert. Grund genug, meine Gedanken über die Herstellung von Yogakleidung niederzuschreiben. Denn Bio ist nicht nur im Kühlschrank, sondern auch im Kleiderkasten angelangt. Der Öko-Chic hat aber nichts mit Jutesack-Optik zu tun – wie der Inhalt meines Päckens unter Beweis stellt. Die Devise lautet: „Tu Gutes und sieh dabei gut aus!“ Auch beim Yoga.

Eine Yogahose um 15 Euro. Das wirft Fragen auf. Wo wurde das gute Stück produziert? Wie sieht es mit dem Umwelteinfluss aus? Und: Wie viel davon bekommen die Arbeiter bezahlt? Der aktuelle Etiketten-Skandal des Billig-Labels Primark trägt diese Fragen wieder mal in die breite Öffentlichkeit. Dabei haben Kunden SOS-Botschaften im Etikett ihrer Kleidung gefunden. „Forced to work exhausting hours“ („Gezwungen, erschöpfende Überstunden zu arbeiten“) lautet einer der Hilferufe. Günstige Mode auf Kosten der Umwelt oder anderer Menschen? Für jene, die diese Frage mit einem klaren „Nein“ beantworten, gibt es auch gute Nachrichten. Denn der Öko-Chic ist salon… ähhh pardon – yogastudiofähig geworden.

Ethos-Yoga: Worauf beim Kauf von Yoga-Kleidung achten?

Yoga findet bekanntlich nicht nur auf der Yogamatte statt. Materialien für Yogamatten und Yogakleidung werden genauso mit giftigen Chemikalien „veredelt“. Ressourcenschwund und gesundheitliche Probleme machen klar, wie wichtig soziale Verantwortung beim Kauf von Yoga-Utensilien ist.

Der indische Philosoph Patanjali war gewissermaßen der erste Umweltschützer. In den von ihm verfassten Yoga Sutren werden fünf Verhaltensgebote für den rücksichtsvollen Umgang mit der Umwelt gegeben (Yamas). Patanjali schrieb schon vor rund 2000 Jahren von der Gewaltlosigkeit gegenüber der Natur, Tieren und Menschen oder dem nicht Anhaften an materiellen Dingen. Bezogen auf den Kauf „gewaltlos hergestellter Kleidung“ würde er heute vielleicht folgende Dinge ergänzen:

  • Achte auf niedrige CO2 Emissionswerte
  • Trage organischer Rohstoffe z.B. Baumwolle, Lyocell oder Hanf (diese sind auch mit einem veganen Lebensstil vereinbar)
  • Setze auf faire Herstellungsbedingungen
  • Vermeide schädliche Chemikalien usw.

Ist bio drin wo bio draufsteht?

Der Verdacht ist nicht unbegründet. In der Textilbranche ist der Begriff „Öko“ nämlich nicht geschützt. Und wirklich Bio ist Kleidung nur dann, wenn diese von der Produktion bis hin zum Transport nachhaltig ist. Sicherheit bieten anerkannte Gütezeichen wie z.B. das Label „IVN zertifiziert Naturtextil best“ des Internationel Verbandes der Naturtextilwirtschaft. Diese stehen für sehr hohe ökologische und soziale Anforderungen. Gütesiegel, wie der „Grundstandard Öko-Tex 100„, garantieren lediglich, dass Textilien keine gesundheitsgefährdenden Schadstoffe enthalten.

Tipps für das umweltfreundliche Shopping Vergnügen findet man übrigens im Shopping-Guide von Greenpeace. In dem Folder findet man Hersteller, die auf biologische Herkunft setzen und ohne den Einsatz von Chemikalien auskommen.

Mit gutem Gefühl gut Aussehen. Very well Wellicious.

Yoga-KleidungBezogen auf Yoga-Kleidung bin ich ein Fan von Wellicious. Fröhliche Farben, ökologische Materialen und äußerst schicke Schnitte machen diese Modemarke für mich zum Vorzeigebeispiel. Okay, der grüne Glamour ist nicht ganz günstig. Dafür wird in Europa produziert – hohe Arbeitsstandards werden garantiert und die CO2-Emissionen niedrig gehalten. Das hat eben seinen Preis. Erst kürzlich ist bei mir ein Päckchen im Postkasten gelandet – und hat mir ein Lächeln (besser gesagt ein breites Grinsen) ins Gesicht gezaubert. Denn die Stücke sind nicht nur fair produziert, sondern sehen einfach toll aus.

 

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