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Fantasiereisen für Erwachsene: Eintauchen in die eigene Welt (mit Audiodatei)

„Die Schöpfung besteht aus Gedanken.“ Das behaupten zumindest fernöstliche Philosophien. Klingt nachvollziehbar. Denn Gedanken zaubern verschiedenste Bilder in unseren Kopf, lassen sogar ganze Geschichten entstehen. Das macht man sich auch bei Fantasiereisen zunutze. Ein Spaziergang am anderen Ende der Welt, ein Rabe im Nebel oder das Universum in einer Nusschale. Auch bei Erwachsenen beflügeln die angeleiteten Entspannungsübungen die Fantasie, versetzen in einen meditativen Zustand und schaffen Ruhe-Oasen im hektischen Alltag. Aber nicht nur das, Fantasiereisen sind auch pädagogisch wertvoll. Zum Ausprobieren findet sich am Ende des Artikels eine Baum-Fantasiereise zum Download.

Wecke deine Fantasie

Die Vorstellungskraft eines Menschen kann mit steigendem Alter verkümmern – wenn man sie nicht trainiert. Dabei ermöglicht die eigene Fantasie Erfahrungen, die über die momentane Realität hinausgehen. Auch Erwachsene können ihr Kopfkino beeinflussen, wie es ihnen in den Sinn kommt. Ein machtvolles Instrument, dem man sich mithilfe von Fantasiereisen bedienen kann. Neben der Entspannung und Auszeit aus dem hektischen Alltag, können Bilder im Kopf auch heilsam sein. Ein Beispiel: Wer Angst vor Spinnen hat, kann diese in Fantasiereisen bewusst verniedlichen. Itzi Bitzi mit Kulleraugen wirkt ja nun wirklich nicht bedrohlich. Aber Schritt für Schritt. Denn was harmlos klingt, ist in Wirklichkeit harte Arbeit.

10 Menschen + 1 Fantasiereise = 10 Geschichten

Ein Raum voll mit entspannten Menschen. Die Fantasiereise beginnt mit: „Ein bunter Schatten streift durch den Raum…“.  Bei jedem Teilnehmer löst dieser Satz andere Bilder aus. Für den einen ist es ein bunter Regenbogen, für den anderen womöglich eine bedrohliche Herausforderung. Diese Bilder beruhen auf unseren Erfahrungen, die unser Gehirn neu in Szene setzt. Dadurch können wir von uns lernen. Die Reflexion nach der Fantasiereise ist daher wichtiger Bestandteil.

Wirkung von Fantasiereisen

  • Entspannung und Erholung: Bei der Fantasiereise werden Teilnehmer in einen schlafähnlichen Zustand versetzt, ähnlich der REM-Phase im Tiefschlaf. Das vegetative Nervensystem übernimmt die Hauptrolle, dabei werden Muskeln, Herzrythmus und Atemfrequenz verlangsamt.
  • Lernprozesse in Gang setzen: Während der Körper ruht, ist das Gehirn hellwach und besonders aufnahmefähig. Die Reflexion nach einer Fantasiereise ist für den Lernprozess von besonderer Bedeutung.
  • Lösungssuche: Geschichten, Bilder oder Karikaturen können komplexe Sachverhalte begreifbar machen. Ideen oder Einstellungen werden in einer Fantasiereise verpackt, um so den berühmten „Aha-Effekt“ auszulösen.
  • Fähigkeiten trainieren: Bioresonanz bei Skispringern zeigt, dass – wenn sich diese den Sprung vorstellen – sie die gleichen körperlichen Reaktionen zeigen wie bei einem echten Sprung. Aber nur wer sich auf diese Methode voll einlassen möchte, kann den Körper „austricksen“. Das ist auch der Grund, warum sich aufgekratzte Kinder durch Fantasiereisen nicht beruhigen lassen.

Die Rahmenbedingungen müssen passen

Ein netter Raum, in dem man sich fallen lassen kann und ungestört ist, in Kombination mit natürlichem Licht – so schafft man die ideale Grundatmosphäre. Im Normalfall liegt man auf einer weichen Unterlage auf dem Boden. Ein Kissen unter dem Kopf und eine Decke machen diese Liegeposition noch bequemer. Der eigenen Fantasie ist aber auch bei der Suche nach einer geeigneten Haltung keine Grenzen gesetzt. Zum Beispiel:

  • mit verschränkten Armen am Tisch sitzend,
  • auf einem Stuhl, beide Füße haben Bodenkontakt,
  • auf dem Boden sitzend oder
  • im Stehen

Ist das so gemütlich? Bequeme Kleidung die nicht einengt ist ebenso wichtig wie ein ruhiger Raum. Geschlossene Augen sind kein Muss. Viele Menschen können auch mit offenen Augen träumen. Wer zu Depression oder Angstzuständen neigt, sollte mit offenen Augen üben.

Eine Fantasiereise zum Download: Der Baum

Eine 10-minütige Fantasiereise, die erdet und ein Gefühl von Stabilität und Ausgeglichenheit weckt:

Fantasiereise jetzt downloaden! (Link mit rechter Maustaste anklicken, dann „Ziel speichern unter“ auswählen)

Mögliche Fragen nach der Fantasiereise: Was sind im übertragenen Sinne deine Wurzeln? Woraus schöpfst du Kraft?

Tipp zur Weiterarbeit:

„Die Vorstellungskraft ist der Anfang der Schöpfung. Man stellt sich vor, was man will; man will, was man sich vorstellt; und am Ende erschafft man, was man will.“ (Georg Bernhard Shaw)

Bildnachweis: sxc.hu / emsago

2 Kommentare

Antworten
  1. ich liebe Fantasiereisen – die werden auch beim Pilateskurs zum Ende angeboten. Eine wirklich entspannende Erfahrung, die leider immer viel zu kurz ist. Ich danke euch für den kostenlosen Download und die Entspannungsreise die ich erleben durfte!

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