Share, , Google Plus, Pinterest,

Veröffentlicht in:

AnMo: Die chinesische Selbstmassage

Kneten, reiben, drücken – Massagen sind eine reine Wohltat für den Körper. Das wissen die Chinesen schon lange und integrierten Selbstmassagen als natürlich Maßnahme zur Gesunderhaltung des Körpers in die tägliche Qi Gong Praxis. Die AnMo Selbstmassage ist eine effektive Übungsmethode, die erst gar keine Störungen im Qi-Fluss zulässt. AnMo ist eine chinesische Massageform und Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). An bedeutet Drücken und Mo meint Streichen. Durch dieses Drücken und Streichen der Haut wird auf äußere Körperbereiche wie Unterhautzellgewebe, Muskulatur oder Gefäße eingewirkt. So können der chinesischen Philosophie zufolge die Lebensenergien in unseren Meridianen (Energiebahnen im Körper) wieder frei fließen. Wir befreien uns von emotionalen und physischen Blockaden und beugen körperlichen Beschwerden vor.

Anleitung zur AnMo Selbstmassage

Meditiere fünf Minuten um zur Ruhe zu kommen und stimme dich auf die Massage ein. Reibe deine Hände einige Male vor deiner Brust (Mittelfinger an Mittelfinger) und spüre kurz nach.

  • Beginne mit der Selbstmassage bei den Zähnen. Klappere dabei 36x mit deinem Gebiss.
  • Das goldene Mundwasser rühren: Je 9x mit der Zunge im Mund kreisen (innen und außen). Schlucke den gesammelten Speichel bewusst in 3 Portionen.
  • Streiche mit Daumen und Zeigefinger über dein gesamtes Gesicht.
  • Klopfe mit deinen Fingerspitzen über deinen Kopf und deinen Nacken.
  • Massiere mit deinem Mittelfinger deine Augen und zupfe mit Ringfinger und Daumen deine Augenbrauen.
  • Reibe deine Nase mit deinem Daumenballen.
  • Massiere nun mit dem Zeige- und Mittelfinger deinen Mund.
  • Reibe deine Ohren von oben nach unten und streiche deine Ohrläppchen aus.
  • Massiere mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger deinen Nacken.

Spüre der wohltuenden Wirkung der Selbstmassage nach, indem du zwei bis drei Minuten in einer Haltung deiner Wahl meditierst. Reibe danach wieder deine Hände, um Qi zu entwickeln.

  • Klopfe mit den Fingerspitzen deinen Brustkorb und reibe ihn mit deinen Fäusten.
  • Kopfe mit der rechten Faust die Arminnenseite ab (von der Schulter weg) und klopfe über die Armaußenseite wieder nach oben. Streiche die linke Hand aus und wechsle die Seite.
  • Reibe mit verschränkten Händen dein Steißbein (Lebenstor).
  • Reibe mit den Knöcheln nun die Lendenwirbelsäule.
  • Klopfe nun deine Beine mit leichten Fäusten ab. Beginne außen von oben nach unten und komme dann innen nach oben. Streife danach deine Beine aus.
  • Kreise nun deine Füße im Sprunggelenk in beide Richtungen.
  • Reibe 24x die Hände vor deiner Brust. Danach bei den Nieren 81x weiterreiben. Abschließend noch mal die Hände 24x vor der Brust reiben und auf das Dan Tian, zwei Fingerbeit unterhalb des Bauchnabels, legen. Frauen haben dabei die rechte Hand unten, Männer die linke Hand.
  • Augen schließen und nachspüren.

Bildquellenangabe: Thomas Siepmann  / pixelio.de

Ein Kommentar

Antworten
  1. Hi, toller Artikel!
    Ich dachte zuerst nicht, dass man sich selbst wirkungsvoll massieren kann, aber die Methode funktioniert wirklich gut.
    Man fühlt sich munterer, entspannter und losgelöster 🙂
    Danke!
    Liebe Grüße
    Michi R.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.