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Aromatherapie: Eintauchen in die Welt der Düfte

Tief einatmen: Der richtige Duft zaubert uns ein Lächeln auf die Lippen, fördert die Sinnlichkeit oder regt den Appetit an. Aromatherapie ist eine besondere Form der Kräuterheilkunde, die mit Hilfe von ätherischen Ölen Einfluss auf unser Wohlbefinden nimmt – auch in den eigenen vier Wänden kann man sich dies zunutze machen und in die Welt der Düfte eintauchen.Es war im Juli 1910, als der französische Chemiker René-Maurice Gattefossé zum Vater der Aromatherapie wurde. Eine Explosion, bei der seine Hände und seine Kopfhaut verbrannten, war der Auslöser für ein erneutes Experiment: Lavendelöl als Therapie gegen die Verbrennungen. Es half. Erstaunlich rasch verheilten die Narben des Chemikers. Die Narben verblassten, nicht aber die Idee, mit duftenden Ölen zu heilen. Heute ist die Verwendung von Duftstoffen fest in privaten Haushalten etabliert. Vom Eukalyptus im Erkältungsbad bis hin zum Orangengeschmack in der Duftlampe – allerlei Aromen steigen in unsere Nasen und haben nachweislich bestimmte Wirkungen. Ganz nach dem Motto: Es ist gegen jedes Leid ein Kraut gewachsen.

Heilende Düfte

Wusstest du, dass Myrrhe bei Husten hilft oder Orangenduft gegen Angst? Aromatherapie als Bestandteil der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) macht sich eben dies zunutze und verwendet rein ätherische Pflanzenöle, um auf die körperliche und psychische Gesundheit Einfluss zu nehmen. Das Einsatzgebiet in der therapeutischen Anwendung reicht von Viruserkrankungen, Stoffwechselstörungen (z.B. Neurodermitis), Allergien, psychischen Störungen (z.B. Depressionen, Burn-out) bis hin zu Atemwegserkrankungen (z.B. Asthma). Aber auch zur Vorbeugung kann man unter fachlicher Aufsicht das Immunsystem gezielt stärken. Dabei setzt sich jedes Öl aus vielen unterschiedlichen Stoffen zusammen. So hat die Rose rund 400 erforschte Inhaltsstoffe. Sie regt u.a. das Lymphsystem an, fördert die Konzentration, wirkt antiseptisch und reguliert das Nervensystem.

Ein Duft – viele Möglichkeiten

Immer der Nase nach? Nicht ausschließlich. Die Pflanzenöle kommen je nach Anwendungsart in unterschiedlicher Form zum Einsatz:

AufnahmeEinsatzgebietBeispiel – Lavendel
NaseDuftlampe, Spray, InhalationDie Inhalation hat direkten Einfluss auf die Organe. So hat Lavendel eine beruhigende Wirkung. Besonders beliebt sind Duftlampen, die abhängig von der Raumgröße mit wenigen Tropfen eine besondere Atmosphäre erzeugen können. In Kombination mit Zitrusdüften oder Nadelölen verschafft Lavendelduft dem Raum mehr Weite. Genauso wie mit Duftlampen gelingt das auch mit Raumsprays. Hersteller wie Taoasis und Primavera (100 Prozent naturreine Öle) bieten diese zum Beispiel online unter aliva.de an.
HautMassage, Einreibung, Bad, KompresseEs ist möglich Öle direkt (Achtung – hierzu ist nicht jedes Öl geeignet) oder verdünnt auf die Haut aufzutragen.  Lavendel zählt zu den Essenzen, die auch pur aufgetragen werden können, z.B. bei Schnittwunden oder Verbrennungen.
SchleimhautZäpfchen, TamponsBei Regelschmerzen kann ein Tropfen Lavendel am Tampon oder auf einer Binde Abhilfe gegen die Krämpfe schaffen – idealerweise ein bis zwei Tage vor Regelbeginn damit anfangen.
MundNahrung, Tropfen, Kapseln, InhalationLavendel zum Einnehmen z.B. in Form von Kapseln hilft bei Ein- und Durchschlafproblemen.

Beim Kauf der Öle ist unbedingt auf höchste Qualität zu achten. Texte am Etikett wie „100% echtes ätherisches Öl“ oder  „zur Aromapflege geeignet“ schaffen hier Orientierung. Um die Öle auf ihre Reinheit zu prüfen, sollte man diese zwischen den Fingern reiben. Fühlt es sich fettig an, ist es mit großer Wahrscheinlichkeit mit Mandel- oder Olivenöl gestreckt worden. Reine ätherische Öle lösen sich zudem in Wasser vollständig auf.

Wer noch mehr zum Themenbereich der Aromatherapie erfahren möchte, kann sich in diesem Video schlau machen.

Bildnachweis: bigstockphoto.de

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