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Interview: Yvonne Neunteibl über Kraft-Tier-Yoga

Egal ob Ameise oder Ameisenbär – alle Tiere haben eine Seele. Und von jedem Tier können wir Menschen lernen. Das hat auch Yvonne Neunteibl erkannt. Seit 2007 ist sie selbständige Yogalehrerin und entwickelte später ihren tierisch beseelten Yoga-Stil: Kraft-Tier-Yoga. Im Gespräch mit gesundheit-blog.at erzählt sie über ihre Beweggründe, Kraft-Tier-Yoga ins Leben zu rufen und zeigt auf, wie Tiere unser Leben bereichern können.

Yvonne, was können wir von Tieren lernen?

Yvonne Neunteibl: Im Hier und Jetzt zu leben, seinen Instinkten und Gefühlen wieder zu vertrauen. Die Menschen sind mit ihren Gedanken entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Die Kraft der Gegenwart ist ja auch Kern jedes Yogastils.

Was waren deine Beweggründe, mit Yoga zu beginnen und später Yoga zu lehren?

Yvonne Neunteibl: Ich wollte mein Leben verändern, war unglücklich in meinem Bürojob und generell mit meinem Leben. Ich begann eine Wellnesstrainerausbildung und im Rahmen dieser kam ich in Kontakt mit Yoga (Anm.: Yoga -individuell). Dies hat mich von der ersten Stunde an fasziniert und seither (seit 2004) bin ich drangeblieben.

Was hat dich inspiriert, einen eigenen Yoga-Stil zu entwickeln?

Yvonne Neunteibl: Da der Zugang zu Yoga, so wie ich ihn gelernt habe, ein individueller und von Authentizität geprägter ist und war, habe ich meine Liebe zu den Tieren und der Natur (meine schamanische Gabe) mit Yoga verbunden. Es war in einer Einzelstunde als plötzlich der Name eines Tieres durch Eingebung in meinen Geist kam. Wie sich herausstellte passte dieses Tier ganz genau zur Lebensthematik dieser Person. Das war die Geburtsstunde – 2008. Vorerst habe ich nur in der Einzelarbeit mit Krafttieren gearbeitet. Seit 2010 ist Kraft-Tier-(Yoga) ein patentierter Begriff und seither auch der Fokus meiner Kurse und Workshops. Seit 2011 bilde ich Kraft-Tier-Yoga Lehrer aus.

Kannst du eine typische Kraft-Tier-Yogastunde kurz beschreiben?

Yvonne Neunteibl: Eine typische Kraft-Tier-Yogaeinheit beginnt mit einer Einstimmung auf das Tier der Einheit. Meist starten wir in Form von freier lockerer Bewegung um vom Alltag abzuschalten, dann mit der mentalen Vorstellung sich zu bewegen wie eben jenes Tier, danach folgen ineinander fliessend übergehende Asanas, welche den energetischen Qualitäten des Tieres entsprechen. Abschließend folgt eine Entspannungseinheit und danach ein Text, welcher passend zum Thema/Tier vorgelesen wird um sich auch geistige Impulse mit in den Alltag nehmen zu können. Feedbacks von TeilnehmerInnen haben gezeigt, dass vor allem die Arbeit mit mentalen Bildern den Geist und somit das Denken zur Ruhe bringt.

Was ist das Herzstück der Kraft-Tier-Yoga Praxis? Gibt es einen Aspekt, der unverzichtbar ist?

Yvonne Neunteibl: Die Schulung des Instinktes, das Einbeziehen der Zyklen der Natur und eine persönliche Beziehung von Herz zu Herz zwischen „Lehrerin“ und „Schüler“. Der fließende Übergang von einer Yogaübung zur nächsten, so wie es auch im Flow bzw. Vinyasa Yoga praktiziert wird, ist wesentlicher Bestandteil einer Kraft-Tier-Yoga Einheit.

Was ist dein persönliches Kraft-Tier? Kannst du uns dieses näher beschreiben?

Yvonne Neunteibl: Mein persönliches Totem ist der Schwan. Krafttiere hat man meist mehrere, dann gibt es noch die Helfertiere und die persönlichen „realen“ Lieblingstiere. Du siehst diese Frage ist sehr komplex und würde den Rahmen hier sprengen. Ein Totem ist so etwas wie das eigene „Seelenwappen“. Der Schwan steht für die Kraft der Seele, für Anmut, Schönheit und Verwandlung. Er bringt die Kraft der Liebe (zurück) welches gut mit folgendem Zitat von einem unbekanntem Autor zu beschreiben ist: „Folge der Liebe auch wenn ihre Wege schwer und steil sind.“ Der Schwan vereinigt Gegensätze, bringt die Kraft der Transformation der Seele/des Menschen in ihren/seinen ursprünglich reinen Zustand.

Zum Abschluss: Hast du noch ein Motto oder Mantra, welches du den Menschen mit auf den Weg geben möchtest?

Yvonne Neunteibl: Persönlich wünsche ich mir, dass das Abschlachten so vieler Millionen Tiere jährlich endlich aufhören möge, dass wir wieder mehr im Einklang mit der Erde und ihren Wesen leben. Die Tiere waren schon vor uns da! Tiere kommunizieren über Gefühle, das ist auch der Ort wo man jederzeit Kontakt aufnehmen kann zum Tier. Wer ein Haustier hat, weiß wovon ich rede. Doch was unterscheidet ein Schwein von einem Hund? Tiere empfinden Schmerz so wie wir es tun, sie haben Gefühle und eine Seele. Das Vorausdenken ist das einzige, das uns wesentlich von hoch entwickelten Säugetieren unterscheidet, und wofür verwenden wir diesen „Vorteil“? Meist um uns selbst und uns gegenseitig das Leben schwer zu machen. Insofern – wer ist weiter: das Tier oder der Mensch?

Es ist essentiell und von großer Wichtigkeit für die Weiterentwicklung und letzten Endes auch für das Überleben der Menschheit, dass die Menschen das Tier in sich selbst annerkennen und einen respektvollen Umgang mit Mutter Erde pflegen. Deshalb nehme ich es auch in Kauf so viele Mühen und Hürden auf mich genommen zu haben um diesen Yogastil zu kreiieren, wo doch der leichtere Weg gewesen wäre einfach „nur Yoga“ zu machen, denn das ist ja bekanntlich gerade sehr modern. Die wenigsten wollen allerdings wirklich hinschauen und im eigenen persönlichen Leben – Stichwort Ernährung – etwas ändern. Jede/r kann etwas beitragen, erkennt endlich eure Macht!!

Yvonne  Kraft-Tier-YogaLust auf Kraft-Tier-Yoga mit Yvonne?

Yvonne Neunteibl ist seit 2007 selbständige Yogalehrerin, seit 2010 Ausbildungsleiterin für Kraft-Tier-Yoga®. Mehr über Yvonne und Kraft-Tier-Yoga findest du auf ihrer Website http://www.kraft-tier-yoga.at/.

Bildnachweis: bigstockphoto.de, Tamara Wassermann

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