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Spitze deine Ohren: Meditation für achtsames Hören

Meditieren ist so einfach, der achtsame Umgang mit dir selbst eine heilsame Erfahrung. Probier’s doch einfach! Nach einem Tag voll Stress, Austausch und durch den Tag eilen, hast du dir verdient, deinen Atem zu spüren und in dich hineinzuhören. Unsere Meditation für achtsames Hören schult deine Aufmerksamkeit. Deine Fähigkeit, Geräusche um dich herum und in dir wahrzunehmen, wird sich dadurch verbessern. Bist du bereit für die Reise nach innen?

Vorbereitung für die Meditation

  1. Zeitpunkt: Nimm dir 15 bis 20 Minuten Zeit. Du solltest nicht unter Zeitdruck stehen oder durch andere Menschen gestört werden. Diese Minuten sollen deiner Entspannung dienen – vom ersten Atemzug bis zum letzten.
  2. Äußere Umgebung: Ideal ist ein ruhiger, eventuell abgedunkelter Raum. Achte darauf, dass du weder durch Personen oder Haustiere noch durch das Klingeln des Telefons oder der Türklingel unterbrochen wirst.
  3. Sitzgelegenheit: Die Sitzgelegenheit sollte so beschaffen sein, das keine Anstrengung für die Körperhaltung notwendig ist. Optimal ist ein Yogakissen für die Meditation.
  4. Kleidung: Achte darauf, dass du während der Übung nicht durch beengende Kleidung oder Brillen, Kontaktlinsen oder Uhren eingeschränkt bist.

Meditationstechniken: Schritt für Schritt in die Meditation finden

Der Aufbau von Meditationstechniken ist meist ähnlich: Vom Grobstofflichen (z.B. dem Spüren des Körpers) wird die Wahrnehmung immer feiner (z.B. Spüren des Atems). Schließlich geht man von der Aktivität (z.B. bewusst Atmen, dem Lenken der Konzentration) in die Passivität, um vollkommen in dem aufzugehen, was man tut.

Meditationstechniken helfen uns, die Bewegungen des Geistes zu verlangsamen und in einen ruhigen, gleichmäßigen Fluss überzugehen.

Meditationsanleitung für das Sinnesorgan Ohr

Nachdem du nicht gleichzeitig meditieren und lesen kannst, solltest du diese Anleitung im ersten Schritt verinnerlichen. Alternativ kannst du sie auch (z.B. mit deinem Smartphone) aufnehmen und dich so selbst in der Meditation begleiten.

Komme in eine für dich bequeme Sitzhaltung, schließe deine Augen. Erlaube dir einfach mal hinein zu spüren, nimm den Atem wahr. Es ist jetzt nicht die Zeit, um Erkenntnisse zu sammeln oder dein Leben zu optimieren. Es ist jetzt die Zeit des „da seins“. All deine Aufmerksamkeit, all deine physische Präsenz – alles ist jetzt hier.

Bemerke in welchem Bereich des Körpers du atmest, beobachte den Atem. Vielleicht bemerkst du wie der Atem durch deine Nase ein- und ausströmt, wie der Atem durch die Nase fließt – oder auch um deine Nasenwände ganz fein ein- und wieder ausströmt. Werde still – durch deinen Atem.

Lade deinen Geist ein, klar zu werden. Und gib deinem Körper die Chance, tiefer zu gehen. Lass deine Gesichtszüge weich werden, deine Stirn etwas tiefer sinken, sodass du entspannst bis zum Hinterkopf. Lass die Augen schwer nach innen sinken. Und entspanne die Augen um den Augenring herum. Lass die Wangen weich sein, entspanne deine Lippen. Und vielleicht spürst du eine kleine Öffnung der Lippen, wenn du den Unterkiefer leicht öffnest. Lass die Zunge ganz entspannt sein. Auch der Hals und die Kehle lockern sich mit dem Brustraum, den Rippen und dem Bauch.

Lass dich ein auf einen Raum, wo Zeit keine Rolle spielt.

Bring deine Aufmerksamkeit zum Hören, zu den Klängen. Nimm deine Ohren in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Es gibt einen Bereich, ein Hören um dich – und es gibt ein Hören in dir (ein Hören, dass den inneren Bereich mit einschließt). Wenn du tief in dich hinein hörst, ergeben sich oft Dimensionen von tiefen, sinnlichen Erfahrungen. Im Inneren ist ein ganzes Universum an Klängen (Nadam). Meistens sind wir so konditioniert, dass wir nur nach außen lauschen, sodass wir das Innere gar nicht wahrnehmen.

Damit wir dorthin gelangen, musst du dein äußeres Ohr ganz genau schulen. Nimm die Welt des Klanges um dich wahr, ohne dass du etwas erzeugen musst. Ohne dass du eine Präferenz hast, lausche auf die Geräusche, die jetzt da sind. Der Klang ist wie ein groß gewebtes Netz um dich. Beobachte dieses Netz und beobachte wie du ganz allmählich deine Aufmerksamkeit weiten kannst. Spüre wie du in jedem Moment dieses Netz aus Klang um dich etwas tiefer erforschen kannst: Dein Hörsinn in jedem Moment etwas weiter reichen kann. Für die nächsten Minuten, lausche. Begib dich auf dich eine Reise in das Reich der Klänge, die dich umgeben. Und immer tiefer hinein, in den gesamten Kosmos. Suche nach nichts Spezifischem und sei sehr vorsichtig mit Präferenz. Erlaube dass alles da sein darf – ohne etwas zu bevorzugen.

Achte darauf dass du da bleibst. Aufmerksam und ruhig. Hör zu.

Komm jetzt langsam wieder zu dir, spüre deine Ohrmuscheln – spüre dass sie ganz viel gehört haben. Höre deinen Atem zu. Höre deinem Atem mehr zu, als deinem Denken. Und dann atme etwas tiefer ein, etwas länger aus. Spüre deine Umgebung. Der Sauerstoff, der dich umgibt. Der Boden unter dir. Das Meditationskissen, auf dem du sitzt. Vertiefe deine Atmung Schritt für Schritt und komm wieder Stück für Stück ins Hier und Jetzt.

Ein Kommentar

Antworten
  1. Eine hilfreiche Anleitung zur Meditation oder zwischendurch sich in eine Entspannung führen zu lassen.Ich freue mich auf weitere Anregungen.
    Herzlichen Dank und
    Namaste

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